Music from Middle-earth – Bilbo’s Bitches
Ob Radagast Records den schnellen Euro wittert oder vier Herrschaften aus dem sonnigen Kalifornien der Erfolg zu Kopf gestiegen ist, bleibt dahingestellt. Schon nach zwei Alben, dem famosen Erstlingswerk “Filthy Fellowship” (2001) und dem Nachfolger “Randy Ringers” (2003), werfen jedenfalls die US-Punkrocker Bilbo´s Bitches eine Greatest-Hits-Sammlung auf den Markt.
Diese ist mit “Best of Barad-dûr” zwar treffend betitelt, eine Platte mit neuen Songs hätte aber sicher mehr Spaß und vor allem auch Sinn gemacht. So erhält die Fangemeinde, die seit den umjubelten Live-Auftritten bei mehreren Conventions rund um den Erdball im vergangenen Jahr sicher um den einen oder anderen Gefährten gewachsen ist, nur eine lieblose Zusammenstellung von Altbekanntem.
Die Bonus Tracks “Haldir Humps Smeagol”, “Ents´ Erections” und “The Pink Riders” spielen sich einmal mehr frivol mit der Ring-Trilogie, bleiben nach dem ersten Hören aber nur für Sekunden im Gehörgang kleben. Von den Mitgröl-Refrains der alten Bitches-Nummern ist nur wenig übrig geblieben.
Frontman Bilbo schimpfte bereits vor einem Jahr auf der Ring*Con über das Plattenlabel. Es übe nur Druck aus und versuche die Band in eine Ecke zu drängen, in der sie sich nicht wohl fühlt: “Die wollen allen Ernstes, dass wir eine Single mit Gandalf, diesem Elektronik-Greis aus den Alpen, aufnehmen”, verriet der sichtlich genervte Sänger damals.
Aus der Zusammenarbeit ist – beide Seiten werden´s Radagast danken – bis heute nichts geworden. “Wenn der ganze Hype um den ,Herrn der Ringe” nachgelassen hat, können uns die Herren Plattenbosse mal den Buckel runterrutschen”, stellte Bilbo klar. “Dann machen wir einfach als Mean Muggles weiter. Man darf gespannt sein.
Wer von den Bitches bisher nichts im Plattenregal stehen gehabt hat, dem sei “Best of Barad-dûr”, das am 20. November erscheint, dennoch ans Herz gelegt. Nähere Infos über die Band sind übrigens aufwww.bitchin-bilbo.com zu finden.
Junger Toby

